Die Wahrheit über Süßstoffe: Sind Stevia, Aspartam & Co. schädlich oder ungesund?

Süßstoffe sind schädlich, Süßstoffe sind ungesund, Süßstoffe lösen Nebenwirkungen wie Durchfall aus – stimmt das wirklich?

Sind Süßstoffe vielleicht nur etwas für Diabetiker?

Fakt ist: in vielen Sportprodukten wie Proteinpulvern, Riegeln und Sportgetränken sind Süßstoffe enthalten. Fakt ist, mehr als 1.000.000.000 Menschen verwenden Süßstoffe täglich. Und Fakt ist auch, dass über wenige Lebensmittelzusätze so viel und emotional diskutiert wird, wie über Süßstoffe.

Aus Büchern, TV-Sendungen, Foren, Zeitungen und Zeitschriften erfahren wir wahlweise zwei gegensätzliche Aussagen:

  • Süßstoffe regen den Appetit an und machen dick, werden in der Schweinemast eingesetzt, verursachen Durchfall und sind krebserregende Chemie.
  • Mit Süßstoffen kann Zucker kalorienfrei ersetzt werden, daher machen sie schlank. Gesundheitlich sind Süßstoffe unbedenklich.

Welche Aussage stimmt und welche gehört nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen in das Reich der Mythen, Märchen und Unwahrheiten? In das Dickicht der paradoxen Behauptungen möchte ich im Folgenden mehr Klarheit bringen und die tatsächlichen Vor- und Nachteile von Süßstoffen in der Ernährung herausstellen – auf Basis aktueller wissenschaftlicher Ergebnisse.

Was sind Süßstoffe?

Süßstoffe dienen als Ersatz für Zucker, genauer Saccharose – das ist der handelsübliche weiße Haushaltszucker, der aus Zuckerrüben gewonnen wird. Einige Süstoffe werden synthetisch hergestellt, andere entstammen der der Natur.

In der EU gibt es inzwischen 10 zugelassene Süßstoffe, die allesamt eine sehr hohe Süßkraft besitzen.

Der potenteste Süßstoff Neotam besitzt mehr als die 10.000-fache Süßkraft von Zucker. Süßstoffe werden oft kombiniert, um ein möglichst “authentisches” Geschmackserlebnis zu erzielen. Oft erhöht sich auch die Süßkraft durch eine Kombination von mehreren Süßstoffen.

Süßstoffe haben keine oder nahezu keine Kalorien, d.h. unser Körper kann sie gar nicht oder nur im sehr geringen Umfang verwerten. Damit unterscheiden sie sich von den so genannten Zuckeraustauschstoffen, die sehr wohl Kalorien enthalten und üblicherweise auch eine ähnliche Süßkraft wie Zucker besitzen. Fruchtzucker (Fructose) gehört beispielsweise zu den Zuckeraustauschstoffen.

Welche Süßstoffe gibt es?

Es war einmal, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, genauer 1885, da entdeckte der deutsche Lebensmittelchemiker Constantin Fahlberg das Saccharin, den heute ältesten künstlichen Süßstoff.

Als es um 1900 auf den Markt kam, protestierten sowohl Landwirtschaft als auch Zuckerindustrie heftig.

Mit Erfolg: Saccharin durfte nur in Apotheken auf Rezept an Diabetiker verkauft werden. Die freie Verwendung und der Import von Saccharin standen unter Strafe.

Seit dieser Zeit floriert auch die Gerüchteküche über die Schädlichkeit von Süßstoffen – ob diese Gerüchte von Interessenvertretern gestreut wurden sei dahingestellt. Ein Großteil dieser Gerüchte hält sich, obwohl längst widerlegt, noch immer hartnäckig.

In der EU sind insgesamt 10 Süßstoffe zugelassen:

  1. Acesulfam-Kalium (E-950), synthetisch, 130-200x süßer als Zucker, entdeckt 1967
  2. Aspartam (E-951), synthetisch, 200x süßer als Zucker, entdeckt 1965
  3. Aspartam-Acesulfam-Salz (E-962), synthetisch, 350x süßer als Zucker, zugelassen 2005
  4. Cyclamat (E-952), synthetisch, 30-50x süßer als Zucker, zugelassen 1963
  5. Neohesperidin-Dihydrochalcon (E-959), natürlich, 400-600x süßer als Zucker, entdeckt 1963
  6. Neotam (E-961), synthetisch, 7.000-13.000x süßer als Zucker, zugelassen 2010
  7. Saccharin (E-954), synthetisch, 300-500x süßer als Zucker, entdeckt 1878
  8. Sucralose (E-955), synthetisch, 600x süßer als Zucker, zugelassen 2004
  9. Steviosid (E-960), natürlich, 250-300x süßer als Zucker, zugelassen 2011
  10. Thaumatin (E-957), natürlich, 2.000-3.000x süßer als Zucker, zugelassen 1996

Ist Aspartam schädlich, sind Süßstoffe ungesund? 6 Süßstoff-Mythen aufgedeckt

Die folgenden 6 Süßstoff-Mythen sind nicht aus der Welt zu schaffen. Was ist wirklich dran?

1. Mythos: Süßstoffe sind krebserregend

Fakt ist, wir können davon ausgehen, dass heutzutage jeder Bürger eines westlichen Landes künstliche Süßstoffe, wenn auch teilweise unbewusst, verwendet.

Eine mögliche krebserregende Wirkung hätte dramatische Auswirkungen auf die Gesundheit ganzer Bevölkerungen.

Zu diesem Thema wurde inzwischen eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien durchgeführt mit dem Ergebnis dass keiner der in der EU zugelassenen Süßstoffe das Krebsrisiko messbar beeinflusst (vgl. z.B. Bosetti 2009, Gallus 2006, EFSA 2009).

2. Mythos: Aspartam ist ungesund

Aspartam wurde in den letzten Jahren immer wieder hinsichtlich möglicher Gesundheitsrisiken und Nebenwirkungen diskutiert. Fakt ist, keine dieser Behauptungen hielten wissenschaftlichen Studien stand: Aspartam ist sicher. Derzeit gibt es keine seriösen Studien, die zu anderen Ergebnissen kommen.

Einen Nachteil besitzt Aspartam jedoch: es zersetzt sich unter Hitze und verliert seine Süßkraft. Daher sollte der Süßstoff nur in der kalten Küche und nicht zum Kochen oder Backen verwendet werden.

Auf vielen Produkten, die Aspartam enthalten, findet man auch den Hinweis “enthält eine Phenylalaninquelle”. Was genau bedeutet das? So lange Du nicht zu den Menschen gehören, die unter der Stoffwechsel-Erkrankung Phenylketonurie leiden, kannst Du diesen Satz getrost überlesen. Phenylketonurie ist eine Erbkrankheit, die etwa jeder 8.000ste Mensch in Deutschland in sich trägt.

Nach wie vor finden sich zahlreiche urbane Legenden im Internet. Die Gerüchte sind vielfältig: Aspartam begünstige Multiple Sklerose, chronische Müdigkeit, Gehirntumore, Diabetis und viele mehr. Die Gerüchte halten sich so hartnäckig, dass sie im wissenschaftlichen Forum “The Lancet” zum Forschungsgegenstand wurden. Das Ergebnis der Studie, bei der insgesamt 6000 Webseiten einbezogen wurden: Nahezu sämtliche Information über Aspartam sei entweder anekdotischer Natur, entstamme anonymen Quellen oder sei wissenschaftlich nicht haltbar.

Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) veröffentlichte außerdem bereits 1998 eine Studie, die die Sicherheit von Aspartam belegt. Die Schlussfolgerung der Forscher:

Even daily large doses of the high-intensity sweetener aspartame, also known as NutraSweet, had no adverse effect on study subjects’ health and well-being, a visiting scientist at MIT reported in the American Journal of Clinical Nutrition last week.

“We conclude that aspartame is safe for the general population,” said Paul A. Spiers, visiting scientist in the Clinical Research Center (CRC).

3. Mythos: Süßstoffe verursachen Durchfall

Dieser Mythos wurde vermutlich von Menschen aufgebracht, die die Begriffe “Süßstoff” und “Zuckeraustauschstoff” in einen Topf geworfen haben.

Tatsächlich können Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt, Sorbit, Sylit und Mannit zu Verdauungsproblemen führen können. Zuckeraustauschstoffe sind allerdings keine Süßstoffe.

Süßstoffe selbst lösen keine Blähungen und Durchfall aus.

Eine Ausnahme besteht dann, wenn Menschen mit einer Laktoseintoleranz Süßstofftabletten verzehren, die den Süßstoff Milchzucker (Laktose) enthalten. Dieser muss jedoch auf der Packung deklariert sein.

4. Mythos: Süßstoffe werden in der Tiermast verwendet

Da hat vermutlich jemand nicht genau hingesehen.

Professor Dr. Edgar Schulz, der die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft vertritt, betont jedenfalls, dass Süßstoffe zwar dem Futter für Kälber und Ferkel zugesetzt würden.

Allerdings sei das Ziel hier nicht die Mast (die kommt erst später), sondern um ihnen den Übergang zum regulären Futter nach dem Absetzen der Muttermilch zu vereinfachen.

Das Futter in der später beginnenden Mastphase sei frei von Süßstoffen.

5. Mythos: Süßstoff ist perfekt zum Abnehmen

Nehmen wir an, der Durchschnittsdeutsche ersetzte Zucker durch Süßstoff.

Damit würde er pro Tag ca. 400 Kcal sparen. Im Jahr wären das 150.000 Kcal – das entspräche 20 kg.

Leider ist es nicht so einfach - Dein Körper ist ein sensibles System.

Alleine das Ersetzen von Zucker durch Süßstoff – ohne Umstellung der Ernährung – führt in der Regel nicht zum gewünschten Erfolg. Im Gegenteil sehen viele Menschen Süßstoffe als Freifahrtschein zur Völlerei – und nehmen zu.

Wenn Du Fett abbauen möchtest, kommst Du um eine Ernährungsumstellung nicht herum.

6. Mythos: Süßstoffe sind pure Chemie

Nicht alle Süßstoffe sind künstlich:

  • Thaumatin ist ein Extrakt der Katemfe-Frucht,
  • Neohesperidin-Dihydrochalcon wird aus den Schalen von Bitterorangen gewonnen und auch
  • Stevia ist ein pflanzlicher Süßstoff.

Welchen Süßstoff enthalten bekannte Handelsmarken?

Eine Suche auf Amazon liefert unüberschaubar viele Treffer.

Hier eine Übersicht gängiger Handelsmarken und der enthaltenen Süßstoffe:

Die folgenden Produkte sind keine Süßstoffe, sondern Zuckeraustauschstoffe:

  • Xucker – Zuckeraustauschstoff: Erythrit.
  • Sukrin - Zuckeraustauschstoff: Erythrit.

Meine Empfehlung: Stevia

Süßstoffe ungesundBei Stevia Pulver gibt es viele “gestreckte” Mittel auf dem Markt, die teils auch bitter schmecken. Die oben genannten Produkte enthalten alle Füllstoffe, Lactose oder andere Zuckerarten.

Ich verwende dieses hochreine Steviosid mit >97% Reb-A – ohne Füllstoffe.

Der auf den ersten Blick hohe Preis relativiert sich, denn das Stevia Pulver ist extrem ergiebig und geschmacklich hervorragend.

Fazit

Sind Süßstoffe also gesundheitsfördernd? Die Tatsache, dass die in der EU zugelassenen Süßstoffe mit Fug und Recht als sicher gelten können, heißt noch nicht, dass sie auch die Gesundheit fördern. Tatsache ist, es handelt sich zum großen Teil um künstliche, synthetische Stoffe, die wir nicht im Übermaß zu uns nehmen sollten.

Am gesündesten ist es noch immer, so weit wie möglich auf Fabrikprodukte zu verzichten und natürliche Lebensmittel zu verzehren. Wenn Du Dich nach dem Low-Carb Prinzip ernährst, oder die auf die Zucker-Kalorien, nicht aber auf Süßes verzichten möchtest, sind Süßstoffe eine gute Alternative.

Welche Erfahrungen hast Du mit Süßstoffen gemacht? Welche Produkte verwendest Du selbst? Oder verzichtest Du bewusst vollständig auf Süßstoffe?

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  • http://www.ernaehrungsberatung-wien.at Katharina

    Eine gute Zusammenfassung! Ein weiterer Aspekt ist, dass Süßstoffe den Körper, speziell das Gehirn, täuschen, das durch den süßen Geschmack glaubt, etwas Süßes zu bekommen und durch die Süßstoffe verwirrt wird. Das ist auf Dauer natürlich nicht gut. Auf jeden Fall gilt: eine gesunde Ernährung braucht keine Süßstoffe, da ist wenig Zucker bei Bedarf vorzuziehen…

    • markmaslow

      Danke für das Lob, Katharina! Und schön, Dich als professionelle Ernährungsberaterin zu Gast zu haben.
      Ich stimme Dir zu, die Natur gibt uns grundsätzlich alles was wir für ein fittes und gesundes Leben brauchen: je weniger industriell verarbeitet ein Lebensmittel ist – desto besser.

  • http://www.eiswuerfelimschuh.wordpress.com Din

    Interessante Zusammenfassung. Wie dem aber auch sei – Süßstoffe gibt es nur bei ganz großen Ausnahmen. Also bei Heißhunger auf eine Pepsi zum Beispiel, ansonsten kommt mir das nicht ins Haus! Dafür finde ich aber Stevia eine probate Alternative und zum Backen finde ich Xylit ganz gut, wenn es dann doch mal etwas Süßes sein sollte.

    • http://www.marathonfitness.de markmaslow

      Danke für Deine Meinung und Erfahrungen, Din!

      Ich mag den Gedanken, so weit wie möglich natürliche und unverarbeitete Lebensmittel zu essen. Die Ausnahme, die ich mache, ist Proteinpulver – wenn’s mal schnell gehen soll, z.B. nach dem Training. Auch da gibt’s natürlich für alle, die auch auf Geschmack verzichten können, Alternativen ohne Süßstoff…

  • Dr. Mangold

    2 Anmerkungen zu Ihrem Bericht:

    Aspartam und auch sonstige Süßstoffe stehen sehr wohl im Verdacht Krankheiten auszulösen und Krebs zu fördern. Hierzu gibt es ebenfalls etliche Forschungsberichte. Ich empfehlen meinen Patienten keine Süßstoffe.

    Stevia hingegen ist ein Naturprodukt und wird seit über 2000 Jahren verwendet – ohne bekannte Nebenwirkungen.

    Fazit:

    Alles Süßstoffe sind pure Chemie, toxologisch und nicht für den Menschen geeignet. Diese werden erst seit ca. 50 Jahren am Menschen getestet mit sehr unterschiedlichen aber auch beunruhigenden Ergebnissen.

    Stevia ist eine Pflanze und seit 2000 Jahren in der Versuchsphase.

    Gruss
    Dr. Mangold

    • http://www.marathonfitness.de markmaslow

      Hallo Dr. Mangold,

      danke für Ihren Kommentar!

      Es stimmt, dass sich das Gerücht über eine mögliche Negativwirkung von Aspartam noch immer hält. Trotz zahlreicher Studien, bei denen z.T. im Labor extrem hohe Dosen Süßstoff verwendet wurden, konnte meines Wissens bisher kein Zusammenhang zwischen Krebs und Aspartam nachgewiesen werden.

      Auch zu Stevia gibt es ja unterschiedliche Meinungen – und deutlich weniger wissenschaftliche Untersuchungen.

      Ich stimme mit Ihnen überein: Süßstoffe sind nicht notwendig für eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

      Eine interessante Ergänzung ist die Stellungnahme der US und EU Gesundheitsbehörden zu Aspartam:

      “The Food and Drug Administration (FDA) regulates the use of aspartame and other artificial sweeteners in the United States. In 2007, the FDA stated:

      Considering results from the large number of studies on aspartame’s safety, including five previously conducted negative chronic carcinogenicity studies, a recently reported large epidemiology study with negative associations between the use of aspartame and the occurrence of tumors, and negative findings from a series of three transgenic mouse assays, FDA finds no reason to alter its previous conclusion that aspartame is safe as a general purpose sweetener in food.

      The European Food Safety Authority (EFSA) assesses the safety of sweeteners such as aspartame in the European Union. According to a 2009 report from its Panel on Food Additives and Nutrient Sources Added to Food:

      Overall, the Panel concluded, on the basis of all the evidence currently available… that there is no indication of any genotoxic or carcinogenic potential of aspartame and that there is no reason to revise the previously established ADI for aspartame of 40 mg/kg [body weight].”

      Unter anderem deswegen halte ich Aspartam für unbedenklich.

      Jedem, der Bedenken hat, empfehle ich auf Süßstoffe zu verzichten.

      Mein Ziel ist es, eine möglichst balancierte Darstellung darzustellen, damit mein Leser eine informierte Entscheidung treffen kann.

      Daher bin ich Ihnen für Ihre kritische Anmerkung dankbar, die zeigt, dass es auch hier sehr unterschiedliche Meinungen gibt!

      Viele Grüße,
      Mark

      • Marcel

        Ich habe mich über einige Jahre hinweg mit der Lebensmittelindustrie sowie anderen Konzernen und auch der PR-Industrie auseinandergesetzt (was ich zum Teil musste), vor allem mit den Konzepten nach Edward Louis Bernays welche in der Industrie angewandt werden. Wie es unter anderem bei allen Konzernen der Fall ist, spielen wirtschaftliche Aspekte die Hauptrolle, während das Allgemeinwohl bzw. die Gesundheit der Menschen eher sekundäre Tatsachen sind, wenn überhaupt. Fakt ist, dass unter anderem einige wissenschaftliche Studien finanziert werden durch Konzerne, deren eigene Produkte bewertet werden. Des Weiteren möchte ich auf den Interessenkonflikt zwischen der FDA und dem Agrarkonzern Monsanto hinweisen, von dem unter anderem Aspartam hergestellt wird. Was Monsanto in der Welt betreibt und wie viele Menschen an diesem Konzern bisher ihre Arbeit und gar ihr Leben verloren haben ist die eine Sache. Die andere Sache ist die, dass es seltsamerweise eine Liste gab mit einer ganzen Reihe von Symptomen hervorgerufen durch Aspartam, herausgeben von der FDA, welche allerdings später wieder zurückgezogen wurde. Nach meinem Erkenntnisstand gibt es mittlerweile zahlreiche seriöse unabhängige Wissenschaftler die die Studien, beauftragt durch die FDA, in frage stellen und das zum guten Recht.

        Ich persönlich bin der Meinung, dass die “Zusammenarbeit” der FDA mit Monsanto und anderen Bio-Tech Konzernen keine vertrauenswürdige Handlung dieser Behörde darstellt. Es ist mehr als fragwürdig warum Produkte von Monsanto immer wieder anerkannt werden. Warum sie weltweit so viel Macht erlangt haben und viele Patente ihr eigen nennen können, unter grausamen Vorraussetzungen. Das was dieser Konzern betreibt und auch schon vor vielen Jahren betrieben hat, ist furchtbar. Es wird nichts geändert weil es um Milliardengeschäfte geht. Aspartam ist unter anderem der Stoff, der mit den meisten Umsatz erzielt. Warum sollten sie zugeben dass er schädlich ist? Die Studien die ich bisher gelesen habe, die dem Süßstoff freie Fahrt gewähren, waren bisher alles andere als fundiert. Mit ein wenig Hintergrundwissen merkt man schnell, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zu geht. Ich habe schon lange aufgehört mich auf PR-Studien und konserven Berichten zu stützen. Nichtsdestotrotz sollte sich jeder sein eigenes Bild machen und alles kritisch hinterfragen.

        Die besten Grüße

  • Chatman40

    Zur Vorbereitung einer Dünndarmspiegelung wird vom Arzt als abführendes Mittel Süßstoff zur kompletten Darmentleerung verabreicht. Diesen Beutel löst man in warmem Wasser und trinkt dies ab 4.00 morgens. Und es wirkte eexzellent – wohlgemerkt reiner Süßstoff. Ich weiß nur leider nicht mehr, welcher bekannte Süßstoff das war.

    • http://www.marathonfitness.de markmaslow

      Hi Chatman40,

      danke für Deinen Kommentar.

      An dieser Stelle ist mir der Unterschied zwischen Süßstoffen und Zuckeraustauschstoffen ganz wichtig!

      Zuckeraustauschstoffe wirken im Gegensatz zu Süßstoffen abführend. Zuckeralkohole wie Mannitol, Sorbit, Lactose und Lactulose sind gängige Abführmittel. Ich kann mir gut vorstellen, dass einer dieser Stoffe bei Dir zum Einsatz gekommen ist.

      Zuckeraustauschstoffe können in der Tat Durchfall verursachen und werden – wie vermutlich auch in Deinem Fall – als Abführmittel verkauft.

      Sportliche Grüße,
      Mark

  • Cerk

    Diese Studie bezüglich Aspartam aus dem Jahr 1998… “This work was supported by a grant from the NutraSweet Co.”

    Jetzt muss man sich nur noch überlegen wer oder was NutraSweet ist und schon wird es viel interessanter. Unwichtig finde ich diese Information auf jeden Fall nicht.

    • http://www.marathonfitness.de markmaslow

      In der Tat eine wichtige Information. Danke dir!

  • Hermann

    Hallo Mark,

    ein kleiner Kommentar zu folgendem Abschnitt:
    –Zitat–
    1. Mythos: Süßstoffe sind krebserregend

    Fakt ist, wir können davon ausgehen, dass heutzutage jeder Bürger eines westlichen Landes künstliche Süßstoffe, wenn auch teilweise unbewusst, verwendet. Eine mögliche krebserregende Wirkung hätte dramatische Auswirkungen auf die Gesundheit ganzer Bevölkerungen.
    –Zitat ende ——

    soweit ich weiß haben wir doch schon eine hohe Anzahl von Krebserkrankungen in Deutschland:
    http://www.rp-online.de/gesundheit/news/krebsrate-in-deutschland-erschreckend-hoch-1.2331177
    Die Frage ist natürlich in welchem Umfang und ob überhaupt Süßstoffe daran beteildigt sind und das kann ich auch nicht beantworten.
    Der Punkt auf den ich hinaus möchte ist das es von dem was ich gehört habe viele Krebsfälle gibt bei ungeklärt bleibt wo die Erkrankung Ihre Ursache hat. Und Krebs scheint sich schon wie eine Epedemie auszubreiten. Von daher halte ich es etwas schwierig von vorne herein auszuschließen das Süßstoffe etwas damit zu tun haben.
    Wie dem auch sei, ich persönlich versuche Süßstoffe zu meiden. Offensichtlich schaden sie in geringen Mengen nicht und deswegen sehe ich es aber auch nicht ganz so eng…

    Eine kritische Doku über Aspartam hab ich vor einer Weile bei Arte gesehen ( “Unser täglich Gift”)

    In jedem Falle wieder ein Interresanter Artikel von dir. Danke!
    aspartamfreie Grüße,
    Hermann :-)

    • http://www.marathonfitness.de markmaslow

      Hallo Hermann,

      danke für Deinen Kommentar und das Lob.

      Ich finde Deinen kritischen Ansatz gut.

      Ein Großteil der Zivilisationskrankheiten, dazu zähle ich auch viele Krebserkrankungen, beruht nach meiner persönlichen Einschätzung auf einer “nicht artgerechten” Ernährung. Ich mag den Gedanken zu Fragen, wovon wir Menschen uns vor 1.000-10.000 Jahren ernährt haben, als wir unsere Nahrung noch selbst “Jagen & Sammeln” mussten – das sind nur 30-300 Generationen. Fakt ist, dass sich unsere Ernährung seitdem radikal verändert hat, wir aber im Großen und Ganzen noch genauso als Lebewesen funktionieren.

      Passen Süßstoffe in diesen Glaubenssatz? Eher nicht. Daher kann ich Deine Sichtweise gut verstehen und auch wenn ich Süßstoffe wie Aspartam oder Sucralose selbst in Maßen konsumiere, bin ich ebenso bemüht, diese möglichst zu vermeiden.

      Zweite Frage: passt raffinierter Zucker in diesen Glaubenssatz? Nein. Ich persönlich halte Zucker für schädlicher als Süßstoffe, hierzu gibt es auch interessante Studien, z.B.: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/article/820046/kanadische-studie-krebs-folge-glykaemischer-last.html (Wenn’s Dich interessiert, google mal nach “Zucker Krebs”.)

      Im Gegenzug können sich bestimmte Tumoren zurückbilden, wenn Krebspatienten gänzlich auf Kohlenhydrate und insbesondere Zucker verzichten (“Ketogene Ernährung”).

      Ich stehe nicht für absoluten Verbote oder Gebote – mir geht es um eine balancierte Sichtweise. Zu beiden Themen, Süßstoffen wie Aspartam und Kohlenhydraten bzw. Zucker und deren Zusammenhang mit Krebs wird es in den nächsten 10 Jahren sicher weitere, hochinteressante Forschungsergebnisse und hoffentlich mehr Klarheit geben.

      Mein Ziel mit diesem Artikel war es, einen aktuellen Stand zu vermitteln, da ich oft verunsicherte Fragen zum Thema Süßstoff bekomme. Die intensive und kontroverse Diskussion hier in den Kommentaren freut mich sehr – denn sie zeigt, dass es ein wichtiges Thema ist und durchaus verschiedene Sichtweisen gelten können.

      Hermann, mein Proteinpulver ist derzeit das einzige Lebensmittel mit Süßstoff, das ich konsumiere. Und da ist Sucralose drin. Daher …

      Sportliche – aspartamfreie – Grüße zurück,

      Mark

  • Alexander N.

    Hallo!

    Um ehrlich zu sein, bin ich durch diesen Beitrag auch nicht schlauer geworden.
    Du schreibst zwar, Aspartam & Co wären unbedenklich, aber einen wirklichen stichhaltigen Beweis hast du dafür auch nicht, denn wie Cerk schon richtig erkannt hat, ist die Studie von 1998 von einem Aspartam-Hersteller in Auftrag gegeben und ist somit ziemlich Zweifelhaft zu deuten. Kein Hersteller würde selbst zugeben das sein Produkt giftig ist.

    Wer weiß woher die ganzen “neumodischen” Krankheiten herühren… ich will jetzt nicht paranoid wirken, aber man macht sich ja doch schon seine Gedanken…

    • http://www.marathonfitness.de markmaslow

      Hallo Alexander,

      ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen. 100% Sicherheit kann ich Dir auch mit diesem Artikel nicht geben – Ziel meiner Recherchen ist es, eine möglichst objektive Sicht des aktuellen Stands zu präsentieren. Du siehst auch an der Diskussion in den Kommentaren, dass es hier durchaus unterschiedliche Sichtweisen gibt.

      Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, verzichte vollständig auf Süßstoffe. Ein wesentlicher Nachteil von Süßungsmitteln ist auch, dass wir den natürlichen Geschmack unserer Nahrung “verlernen”, wenn wir nachsüßen – diesen Punkt würdest Du damit gleich mit-eliminieren.

      Ich glaube, wir fahren grundsätzlich gut, wenn wir uns zum Großteil aus dem bedienen, was uns die Natur gibt – je weniger Verarbeitungsschritte dazwischen liegen, desto besser. Absolute Sicherheit gibt es leider nie, bei keinem Lebensmittel.

      Sportliche Grüße,
      Mark

  • Mike G. Riegler

    Also der Artikel ist doch der reinste Schwachsinn! JEDER künstliche Süßstoff ist das reine Gift – in größeren Mengen genossen! Und genau diese größeren Mengen werden uns ja heute überall angeboten – und die unwissende Masse kauft und konsumiert. Da darf es nicht wundern, daß die Krebserkrankungen massiv zugenommen haben!
    Was die Stevia betrifft: es ist ja von diesen EU-dioten nicht die natürliche Stevia zugelassen worden, sondern nur ein chemischer Auszug der Stevoide – und die können durchaus ebenfalls Krankheitserregend sein. Die natürliche Stevia wird in Asien und Südamerika seit Jahrhunderten zum Süßen UND ALS HEILMITTEL verwendet! Die Nutzer müßten ja mittlerweile alle ausgestorben sein, wenn die Stevia krank machen würde!
    Nebenbei bemerkt: meine Mutter war schwere Diabetikerin. Und ich wollte ihr – damals noch in Unkenntnis der Sachlage – eine Freude mit einer Süßstoff-Sachertorte machen. Fazit: die gesamte Familie litt zwei Tage unter fürchterlichem Durchfall!!!!

    • Rabenhorst

      Man muss ja nicht gleich ausfallend werden – hier gibt es einige Kritiker und Befürworter, aber Killerphrasen wie “Schwachsinn” sind nur dazu geeignet, aus der aktuellen konstruktiven Diskussion eine emotionale Schlammschlacht zu machen.

      Deine gegenteiligen Erfahrungen und Erkenntnisse sagen – rein wissenschaftlich gesehen! – nicht viel aus, was eine Grundsätzlichkeit angeht.

      Dein Beispiel zur Sachertorte könnte einfach ein Fall von selektiver Wahrnehmung sein. Wenn man die Torte immer gleich macht, und nur den Süßstoff ändert, muss bei dem Problem natürlich der Süßstoff schuld sein. Aber bei Lebensmitteln spielen tatsächlich viele Faktoren zusammen – und lass es nur ein verdorbenes Ei oder angeschlagene Milch gewesen sein. Doch noch etwas Verunreinigung an den “Werkzeugen” oder was auch immer. (http://de.wikipedia.org/wiki/Selektive_Wahrnehmung) Und ja – im Alltag falle ich selbst immer wieder auf selektive Wahrnehmung rein – das ist eben menschlich. ;)

      Auch das Beispiel “wird seit Jahrhunderten verwendet” nützt wissenschaftlich betrachtet nur bedingt. Zum einen – wie Du selbst ja einräumst – werden die Stoffe oft nicht in genau dieser Form (und auch nicht in der dort üblichen Menge!) konsumiert. (Beispiel: Marihuana) Zum anderen spielen auch dort wieder viele Faktoren hinein, vor allem die Datengrundlage! Die medizinischen Möglichkeiten ließen lange gar keine Unterscheidung in den Krankheitsfällen zu und bestimmt gibt es überhaupt keine Statistiken, wie oft zum Stevia der Auslöser gewesen sein könnte. Es hat ja keiner danach gesucht (und früher: suchen können). Und “schädlich” heißt auch nicht “sofort tödlich, um damit eine Zivilisation auszurotten”. Vielleicht ist deren Lebenserwartung einfach aufgrund von Stevia “nur” um 10 Jahre gesunken. Zusätzlich muss man auch noch betrachten, dass es sich um eine Langzeiterkrankung handeln könnte. Die Schädlichkeit durch Stevia setzt vielleicht erst nach 3-4 Jahrzehnten ein – und bis dahin haben bereits einige andere länderspezifische Ursachen zugeschlagen. Vielleicht Unterernährung oder Krebsvarianten durch andere Auslöser, die früher zutreffen. Auch das verfälscht die Statistik.

      Natürlich magst Du mit Deiner Überzeugung auch Recht haben! Für meine Entscheidung benötige ich aber handfeste, wissenschaftliche Betrachtungen (weshalb ich auf die NutraSweet-Studie ebenfalls nicht viel gebe) und nicht nur ein Bauchgefühl.

      Ich finde den Artikel gut – und überzeugend. Danke Mark! Aber mir würden noch mehr Quellenangaben ganz recht sein, um mich von der Glaubwürdigkeit selbst überzeugen zu können – und vielleicht aus aktuell persönlichem Interesse etwas zu Birkenzucker. ;)

      Meine aktuelle Wunderwurzel ist übrigens die Süßkartoffel. Proteine, Mineralien, Vitamine und mehr. Lauter tolles Zeug. :D

  • Markus

    Hallo Mark und all die anderen!

    Ich gebe Mark recht, wenn er schreibt, das es eine Auslegungssache ist. Jeder kann das zu sich nehmen was er möchte, aber ist es nicht so, dass die Zuckerindustrie darunter leidet? Ihr Produkt macht bekanntlich dick! Die Chemiefirmen nutzen das für ihren Süssstoff. Der angeblich krank macht. Letztendlich hat Paracelsus schon vor vielen Jahrhunderten richtig erkannt, “Alles ist Giftig es kommt nur auf die Dosis an!” Demzufolge ist es egal was man zu sich nimmt, man sollte es nicht übertreiben und genau das ist dass was wir in unserer überfressenen Gesellschaft machen. Dumm rumsitzen und essen. Früher mussten wir noch das Essen jagen oder sameln, da war Bewegung vorprogramiert. Heute kommte es ja sogar zu einem nach Hause!
    Also ich glaube, dass man heutzutage keiner Studie mehr vertrauen kann. Jede Firma versucht auf ihre Weise die Ergebnisse so zu manipulieren, dass sie besser da stehen wie das Konkurrenzprodukt. Ist ja klar, die wollen ja Geld verdienen! Denen ist die Gesundheit der Menschheit doch egal.

    • http://www.marathonfitness.de Mark Maslow

      Dank Dir für Deinen Kommentar, Markus!

  • Michi

    Zum 3. Mythos: Wenn ich Lebensmittel mit Süßstoffen – ohne Zuckeraustauschstoff – zu mir nehme, bekomme ich Durchfall. Nach dem Sport sogar innerhalb von 5 Minuten. Alle anderen Lebensmittel vertrage ich gut, auch Milchzucker (Laktose). Hat einige Jahre gedauert, bis ich es soweit eingrenzen konnte, aber inzwischen kann ich wieder einen Marathon durchlaufen, wenn ich mich auf Wasser und Bouillon beschränke und auf ISO verzichte. Auch manche kalorienreduzierten Biere sind betroffen. Gibt es wirklich neutrale, wissenschaftlich fundierte Studien, die die “Unschuld” der Süßstoffe beweisen – oder hat die mächtige Süßstoff-Industrie diese These verbreitet? Man will ja die täglich 1.000.000.000 Kunden nicht verlieren.

    Grundsätzlich: Mark, der Blog ist gut, vor allem, dass Du antwortest.

    • http://www.marathonfitness.de Mark Maslow

      Hi Michi,

      das ist ja interessant. Ich bin vor Jahren mit einem Freund zusammen Marathon gelaufen, der keine Bananen verträgt. Bekommt immer Durchfall davon, insbesondere beim Sport. Die meisten Menschen kommen damit klar, aber Verdauung ist immer individuell…

      Auf welchen Süßstoff reagierst Du speziell? Hast Du den Stoff isoliert genommen – treten dann auch die Symptome auf?

      Zu den Studien kann ich Dir leider nicht mehr sagen, als das was ich hier zusammengefasst habe. Die einen sagen, die “mächtige” Zuckerindustrie steckt dahinter, Stimmung gegen Süßstoffe zu machen. Die anderen haben die Süßstoff-Firmen im Verdacht. Letztlich lassen sich solche Thesen oft ebenso schwer beweisen wie entkräften.

      Sportliche Grüße,
      Mark

  • Tatze

    Ich muss zugeben, dass ich es sehr interessant fand, “nüchtern” etwas über Süßstoffe zu lesen, da ich selber doch eine recht große Abneigung gegen sie habe und sie grundsätzlich wegen Unverträglichkeit meide. Bei mir sind es speziell die Süßstoffe Aspartam, Acesulfam-K und Saccharin-Natrium die meinen Kreislauf zum Komplettabsturz bringen.
    Zwar wurde mir mehrfach gesagt, dass es keine “Süßstoffallergie” gibt, aber ob es Allergie heißt oder nicht ist mehr ehrlich gesagt egal, wenn ich mich mit grauer Haut im Spiegel sehe und an totalem Energieverlust leide, einzelne Schritte werden dann mühsam. Vllt liegt es nur an der Kombination dieser Süßstoffe oder zweier dieser Süßstoffe nur sind mir die Folgen des Konsums zu drastisch um es “nur der neugier” halber auszutesten.
    Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass Süßstoffe wirklich unbedenklich sind, denn bei mir reichen Spuren, dass mein Körper darauf reagiert, selbst wenn ich nicht weiß, dass ich Süßstoff zu mir genommen habe.
    Und man glaubt gar nicht, in was heute alles Süßstoff enthalten ist, wo es vorher nicht war :( sämtliche Sportgetränke muss ich meiden, zum Glück ist mein Proteinshake ohne gänzlich ohne Süßstoffe.

  • Sascha

    Sehr gute Zusammenfassung der wichtigsten Fakten. Ich habe beim Lesen schon den Gedanken gehabt “Der gute Mann scheint zu studieren bzw. das Studium bereits absolviert zu haben.”

    Ich habe das Problem, dass ich den Magerquark bzw. das viele Wasser einfach kaum noch runterkriege.
    Daher habe ich mir überlegt auf ein Süßstoff zurückzugreifen und habe vermehrt berichte über das hier:
    Prosport Low Carb Konzentrat Pfirsich
    gelesen.

    Leider finde ich nicht raus welcher Süßstoff genau verwendet wird. Kennst du dieses Sirup evtl. ?

    Vielen Dank im Voraus und Daumen hoch für deine Seite :-)

    so long Sascha

    • http://www.marathonfitness.de Mark Maslow

      Hi Sascha,

      haha…das Studium liegt schon etwas zurück, irgendwas mit “Maschinenbau”. ;)

      Ein paar Gedanken vorweg: Süßstoff ist sicher besser als Zucker. Und ich mag den Gedanken, möglichst natürlich zu essen – d.h. künstliche Zusätze zu vermeiden. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, das betrifft auch den Geschmack – daher können wir uns sehr Süßes auch peu a peu gut abgewöhnen. Mittelfristig ist es eine gute Idee, wenn Du also auch künstliche Produkte wie diesen Sirup eher durch natürliche Süße (z.B. Obst) ersetzt.

      Der von Dir genannte Sirup enthält viel Künstliches, hier mal die Zutatenliste (von der Herstellerseite):
      Wasser, Säuerungsmittel: Citronensäure, Aroma, Natriumchlorid, Süßstoffe: Natrium-Cyclamat und Saccharin-Natrium, Magnesiumcarbonat, L-Carnitin (0,25%), Verdickungsmittel: Xanthan, Farbstoff: Brillantschwarz, Allurarot AC*, Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Konservierungsstoff: Sorbinsäure, Nicotinsäureamid (Niacin), Pyridoxinhydrochlorid (Vitamin B6), Thiaminmononitrat (Vitamin B1), Pteroylglutaminsäure (Folsäure), Cyanocobalamin (Vitamin B12).

      MAL ist das okay, aber ich persönlich würde mir das nicht regelmäßig antun wollen – ähnlich wie bei Proteinriegeln.

      Die Süßstoffe: Natrium-Cyclamat und Saccharin-Natrium, Magnesiumcarbonat.

      Besser fährst Du meiner Meinung nach, wenn Du nur den Süßstoff “pur” verwendest und dazu natürliche Aromen wie z.B. Zimt, echte Vanille oder ein Proteinpulver in den Quark mischst.

      Sportliche Grüße,
      Mark

      • Sascha

        Danke für die schnelle Antwort!

        Dann werde ich weiterhin Obst oder mal 1-2 Löffel Marmelade untermischen.

        Grüße Sascha

        • http://www.marathonfitness.de Mark Maslow

          Je nachdem, was Dein Ziel ist. Wenn Du KH reduzieren willst, ist Süßstoff vielleicht die bessere Lösung.

  • K-DAWG

    “Fakt ist, keine dieser Behauptungen hielten wissenschaftlichen Studien stand: Aspartam ist sicher.”

    Abgesehen von dieser hier, die 12 Jahre nach der besagten MIT-Studie erschien:

    http://www.mpwhi.com/soffritti_2010_20896_fta.pdf

    Ich für meinen Teil halte die Ergebnisse dieser Studie, nicht zuletzt aufgrund ihrer Ausführlichkeit und einzigartigen Nachvollziehbarkeit, dann doch für glaubwürdiger.

    • http://www.marathonfitness.de/ Mark Maslow

      Hallo K-DAWG,

      danke für Deine Ergänzung.

      Die von Dir erwähnte Studie ist ebenfalls in die vollständige Risikobewertung der EFSA mit eingeflossen, die 2013 abgeschlossen wurde mit dem Ergebnis, “dass es in den derzeitigen Expositionsmengen sicher ist.”

      Es wurden bereits so viele Studien dazu durchgeführt, dass Kritiker und Befürworter genügend Material haben, um jeweils ihre Seite zu belegen, wenn sie sich einzelne Studien herauspicken.

      Meine Empfehlung an dieser Stelle nochmal: Wer Bedenken hat, sollte auf andere Möglichkeiten ausweichen.

      Bei Interesse hier der Link zur EFSA-Pressemitteilung.
      http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/131210.htm

      Sportliche Grüße,
      Mark

  • Maxim

    Leider hast du den wichtigsten Punkt ausgelassen :”Süßstoffe regen den Appetit an und machen dick,….”. Ich hätte gerne etwas dazu gelesen, ob es den Legendären Insulinausstoß gibt der Heißhunger verursacht oder nicht. Darüber hinaus gibt es noch weitere Punkte die für eine dick machende Wirkung sprächen und es wäre schön es von der einen oder anderen Seite zu hören.

    • http://www.marathonfitness.de/ Mark Maslow

      Hallo Maxim,

      verursacht Aspartam einen Insulinausstoß und erhöht es den Appetit? Das sind Hypothesen, die sich bisher in vielen Studien nicht nachweisen ließen.

      Eine gute Quelle, wenn Du Dich mit der Studienlage beschäftigen willst, ist das Examine-Handbuch, in dem jeweils der aktuelle Überblick gegeben wird.

      Im Zweifel empfehle ich Dir: Probiere es aus. Wenn Du persönlich mit Süßstoff mehr Appetit hast, lass ihn einfach weg.

      Hoffe, das hilft!

      Sportliche Grüße,
      Mark

      • Maxim

        Ja, Aspartam ist tatsächlich so eine Sache in der es sehr viel Halbwissen gibt. Ich habe mir vor ein Paar Jahren die Studien dazu durchgelesen und ich finde es recht eindeutig unschädlich. Aber wie ist es generell? Auf alle Süßstoße bezogen. Ich habe kein einzigen Buch in dem nicht die rede davon ist, dass Süßstoffe wie Zucker einen Insulinstoß erzeugen und der Körper sich bei Süßen nicht austricksen lässt. Haben wir hier ein “Fett ist böse” oder “Fettwegpuls” Mythos der sich in Literatur und den Köpfen der Leute hält, oder erzeugen alle Süßstoffe generell eine Zuckerähnliche Wirkung nur ohne die Kalorien?