3 Dinge, die ich tue, wenn ich keine Motivation mehr habe

Mark Airport 500In dieser Podcast-Episode drehen wir den Spieß um. Katrin und Daniel von beVegt.de sind die Gastgeber und ich der Interviewgast.

In meinen Artikeln plaudere ich selten aus dem Nähkästchen. Anders heute.

In meiner Jugend begeisterte Sport mich nie sonderlich. Das änderte sich schlagartig – durch einen ungewöhnlichen Zufall …
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Warum Du Dich nicht um Selbstdisziplin kümmern solltest, sondern um Deine innere Stimme

Selbstdisziplin lernen„Ich will disziplinierter sein. Selbstdisziplin lernen.“, sagt sie.

Im Fitness Coaching höre ich das häufiger auf meine Eingangsfrage, „was ist Dein Thema?“

Dabei wissen nur wenige, dass die Suche nach mehr Selbstdisziplin leicht in eine tückische psychologische Falle führt … [Weiterlesen…]

Ein simples 7-Schritt-System für garantierten Muskelaufbau und Fettabbau

Muskelaufbau und FettabbauHast Du Dich jemals gefragt, warum einige Menschen ihren Körper erfolgreich verändern – Muskeln aufbauen, Fett abbauen?

Während andere die Kontrolle verlieren, schließlich aufgeben und in eine Abwärtsspirale geraten?

Weißt Du was?

Manchmal denke ich an früher und begreife es immer noch nicht richtig… [Weiterlesen…]

Macht Fitness glücklich?

Was bedeutet GlückWas bedeutet GlückWas bedeutet Glück? Macht Fitness glücklich? Warum sehnen so viele Menschen sich danach?

Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt,“
sagt Albert Schweitzer.

Andreas Gregori teilt es mit seinem neuen Podcast Glückfinder“ auf eine ungewöhnliche Art.

Er unterhält sich mit Menschen, die ihr Glück gefunden haben und fragt sie, wie sie das gemacht haben.

In der aktuellen Folge bin ich zu Gast bei Andreas.

Was bedeutet Glück: Fitness?

Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen Glücksgefühl bis zu anhaltender Glückseligkeit einschließt.“
– Wikipedia.de

Vielschichtig trifft es – und macht die Suche nach einer universellen Formel so schwierig. Denn je nach Persönlichkeit, Zielen und Vorlieben bedeutet „Glück“ für jeden von uns etwas anderes.

Viele Menschen erleben es als warmes, angenehmes Kribbeln im Bauch. Wie Schmetterlinge. Und zwar dann, wenn sie in sich selbst ruhen und voller Zuversicht und in Ihrer „Mitte“ sind.

Das riesige Angebot an Büchern, Seminaren und TV-Shows zum Thema Glück zeigt, wie viele Menschen auf der Suche nach diesem Gefühl sind.

Mark und Andreas über Schmetterlinge unter dem Sixpack

Mein Freund Andreas stellt in seinem Podcast ganz unterschiedliche Persönlichkeiten vor, die ihr Glück gefunden haben. Er unterhält sich unter Anderem mit CEO’s, Stilberaterinnen, Skateboard-Profis und Sterneköchen über ihre Leidenschaft.

Als er mich in seinen Podcast einlud, war ich sofort Feuer und Flamme. Andreas gehört zu den positivsten und lustigsten Menschen, die ich kenne.

In der aktuellen Folge des Glückfinder Podcasts sprechen wir unter Anderem darüber, …

  • warum Glück kein Zufall ist.
  • warum Fitnesstraining eine der größten Glücksquellen sein kann.
  • wie Du einen schlechten Tag in Sekunden in einen guten Tag verwandelst.
  • wie ich mein Glück gefunden habe …
  • … obwohl ich kein Lotto spiele.

 

Du kannst den Podcast direkt via iTunes oder Glueckfinder.com abonnieren.

Frage: Was bedeutet Glück für Dich? Welche Rolle spielt Sport, Gesundheit und Fitness dabei für Dich? Schreib einen Kommentar.

Fotos: Glueckfinder.com, MarathonFitness.de

Dranbleiben: Wie Du in 10 Minuten (oder weniger) motiviert bist

Was motiviert michWas motiviert mich…? Der Jahreswechsel liegt bereits Wochen hinter uns, viele Menschen haben neue, ambitionierte Ziele gefasst und sind voller Elan zur Tat geschritten.

Und wenn Du schon etwas mitliest, dann bist Du sicher nicht unter denen, die sich „Fitness“ als Ziel gesetzt haben.

Derzeit gehe ich oft früh morgens zum Sport, dann ist das Studio noch leer und ich kann mein Programm schnell und konzentriert durchziehen. Abends ist das Fitnessstudio unglaublich überlaufen – noch.

Denn in diesem Monat springen viele wieder ab. Lassen es schleifen mit dem Sport, mit der Ernährung. Fallen in ihre alten Gewohnheiten zurück, die sie dorthin gebracht haben, wovon sie eigentlich wegwollten.

„Was motiviert mich?“ fragen sich oft Menschen, die keine wirklichen Ziele haben.

Wir haben unsere Ziele und wir erreichen sie! Und wie tun wir das am besten?

Lass uns nicht an heute denken, nicht an morgen – lass uns etwas weiter vorausschauen und so diese unbändige Motivation entfesseln, die uns für unseren Traum arbeiten lässt.

Alles, was Du dazu benötigst, sind 10 Minuten – oder weniger. Also los! [Weiterlesen…]

Ziele setzen: Warum „Fitness“ ein katastrophaler Vorsatz ist

Ziele setzenFitness ist ein katastrophales Ziel, fit werden ein fataler Vorsatz.

Ich bin mir sicher, dass ich mit diesem Blogpost einigen Menschen auf die Füße treten werde, und es ist mein purer Ernst. Sicherlich, Fitness klingt nach einem fantastischen Ziel, fit werden nach einem tollen Vorsatz. Und genau deswegen kann Dich das Ziel „Ich will fit werden“ völlig in die Irre führen.

Zum Glück ist der Zeitpunkt – nämlich JETZT – perfekt, um das drohende Unheil noch einmal abzuwenden. Ich sage Dir wie und warum.

Warum Fitness ein fatales Ziel ist

Ganz einfach, Fitness ist kein SMARTes Ziel. Bei genauerem Hinsehen ist körperliche Fitness das genaue Gegenteil: nämlich ein dummes – weil völlig diffuses – Ziel. Und zwar aus folgenden Gründen.

1. Fitness ist nicht S wie spezifisch

Fitness ist ein Zustand, aber es ist kein Ziel. Die Vorstellung, dass Du wie von magischen Händen getragen in einem körperlichen fitten Zustand umherfliegen könntest, während Du „gesunde“ Dinge isst, hat zwar was – ist aber kein Ziel.

Es ist Nebel in Tüten – kein spezifisches Ziel.

2. Fitness ist nicht M wie messbar

Was nicht spezifisch ist, ist auch nicht messbar. Wie willst Du körperliche Fitness messen? Es gibt keinen Punkt, an dem Du sagen kannst: „So, da bin ich! Das war es wert – ich habe mein Ziel erreicht. Und ich weiß, dass ich es erreicht habe. Denn ich kann es messen.“

Finde den Fehler! Hier eine Liste möglicher Ziele. Eins gehört nicht dazu:

Diese Ziele sind alle unfassbar spezifisch – mit einer Ausnahme. Entweder Du erreichst sie, oder eben nicht.

  • 150 kg Kreuzheben: Entweder Du kannst es, oder nicht.
  • 20 Klimmzüge am Stück: Entweder Du schaffst sie, oder nicht.
  • 10 km in unter 40 Minuten laufen: Entweder Du bist schneller als 40 Minuten, oder nicht.
  • 42,195 km am Stück laufen: Entweder Du kommst ins Ziel, oder nicht.
  • körperlich fit sein: WTF????

Das Thema mit der körperlichen Fitness ist: es ist keine spezifische, messbare Definition. Es ist einfach … was auch immer es ist. Wahrscheinlich hat jeder von uns eine andere Vorstellung davon, was es für sie, für ihn ist.

3. Fitness ist nicht R wie realistisch.

Was bedeutet „fit sein“ für Dich? Vielleicht verbindest Du es mit einem bestimmten Körpergewicht, Körperfettanteil, Bizepsumfang, einem Four-, Six- oder Eightpack. Möglicherweise heißt es aber auch, dass Du eine bestimmte Strecke am Stück laufen kannst, mit Deinen Kindern 2 Stunden auf dem Spielplatz toben kannst, ohne in Atemnot zu kommen. So lange Du das, was Fitness für Dich bedeutet, nicht bewusst festlegst, wirst Du nie wissen, ob Du schon da bist.

Fitness ist zwar ein schöner Begriff, der gute Gefühle macht. Fitness als solche ist aber nicht erreichbar! Fitness ist und bleibt diffus, unklar, nebulös, schwammig …

4. Lerneffekt gleich Null

Die meisten Menschen wollen fit werden, fit sein, fit bleiben. Aber weil sie Fitness nicht messen können und nicht wirklich erreichen können, können sie ihre Energie – das, was sie tun können, um ihr „Ziel“ zu erreichen – auch nicht wie einen Laserstrahl auf einen Punkt fokussieren. Es ist eher so, als würden sie mit einer alten 100-Watt Birne eine große Nebelwolke anstrahlen, in mitten derer sie stehen – auf der Suche nach ihrem Ziel. Und dann wundern sie sich, dass die ganze Energie nicht dazu führt, dass sie eine leiseste Ahnung haben, wo sie nun hingehen sollen.

Also tun sie irgend etwas, gehen in irgendeine Richtung, probieren einen neuen Trainingsplan aus, eine neue Diät, und das vielleicht auch mit einer ungeheuren Anstrengung, vielleicht auch mit wahnsinnig viel Disziplin. Aber da das Ziel nicht feststeht, wissen sie noch nicht einmal, ob sie der Aufwand auch nur ein Jota näher an ihr Ziel führt.

Das führt dazu, das viele Menschen mit viel Getöse auf der Stelle laufen.

Warum klare, eindeutige Herausforderungen?
Warum SMARTe Ziele setzen?

Ziele setzenWas wolltest Du immer schon einmal können? Was begeistert Dich so sehr, dass Du die Vorstellung, dort zu sein kaum aushalten kannst?

Ich rede von SMARTen Zielen, die sich in einigen wesentlichen Punkten von dem oben genannten Nebel in Tüten abheben. Sie sind konkret, differenziert – und zugleich herausfordernd und damit spannend!

1. Sie sind spezifisch und realistisch erreichbar

Welche Herausforderung begeistert Dich? Vielleicht willst Du Dir Ziele setzen, die Du bisher für unmöglich und unerreichbar gehalten hast? Machs spezifisch, lege es fest – und dann TU WAS dafür.

Warte nicht. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wenn Du es wirklich willst, dann kannst Du alles dransetzen, um es auch zu erreichen.

2. Sie sind messbar

Ziele sind messbar. Entweder Du reißt die Latte, lernst draus, bleibst dran und versuchst es später noch einmal – oder Du nimmst die Hürde, bist stolz auf Dich und setzt Dir das nächste Ziel. Es gibt keine Grauzone – nur Klarheit.

Klingt Dir das zu tough? Dann ist es vielleicht kein Ziel, das Dich wirklich begeistert. So begeistert, wie ein kleines Kind, das sich wochenlang auf Weihnachten freut – bis dann der magische Moment endlich in greifbare Nähe rückt.

Falls das nicht reicht, ist eine Herausforderung gefühlte 1000-mal energetisierender als im Niemannsland umherzuirren und nicht zu wissen, wo Du stehst.

Was ist, wenn Du scheiterst? Ich glaube nicht ans Scheitern. Klar gibt es im ersten Moment besseres, als festzustellen, dass das, was Du probierst, nicht funktioniert. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil, es ist gut – denn Du hast wertvolle neue Informationen – Feedback, das Dir auf Deinem weiteren Weg helfen wird.

Jetzt kannst Du – gewappnet mit der neuen Erfahrung – etwas anderes probieren, einen neuen Ansatz testen.

Ziele sind messbar, entweder Du erreichst sie oder Du erreichst nicht. Es gibt kein „vielleicht“.

3. Du lernst und entwickelst Dich weiter

Was mich am meisten an SMARTen Zielen begeistert ist, dass Du daraus lernen kannst. Du kannst so gut wie alles für 30, vielleicht für 60 oder gar 90 Tage testen.

  • Wenn Du einen Marathon laufen willst, musst Du keine 10 Jahre Deines Lebens dafür opfern. Wenn Du 5-10 km am Stück laufen kannst, nimm Dir erst einmal 3 Monate Zeit fürs Training. Was für eine kurze Zeit, gemessen an unserer Lebensspanne!
  • Wenn Du ein Sixpack bekommen möchtest, brauchst Du dazu nicht 4 Stunden am Tag zu trainieren wie Arnold Schwarzenegger. Du nimmst Dir für 90 Tage eine Stunde am Tag Zeit, in der Du etwas dafür tust, Dein Ziel zu erreichen. Vielleicht passt Du erst einmal für 30 Tage Deine Ernährung an, gerne auch in kleinen Schritten. Und dann freust Du Dich über die ersten Erfolge – und zwar Tag für Tag!
  • Und was das Kreuzheben angeht: auch hier musst Du keinen neuen Weltrekord aufstellen. Du setzt Dir Dein eigenes, realistisches Ziel und dann erreichst Du es.

Ziele setzen, Ziele erreichen ist nicht nur effektiv, sondern es bringt auch unheimlich viel Spaß! Und mit jeder kleinen Maßnahme, die Du ergreifst, lernst Du. Entweder sie bringt Dich näher an Dein Ziel – oder eben nicht.

Wenn das „Ziel“ im dichten Nebel liegt, dann lernst Du gar nichts. Du trittst auf der Stelle, gehst im Kreis ohne es zu merken. Vielleicht machst Du sogar Rückschritte.

Vielleicht änderst Du Deine Ernährung, gehst dreimal pro Woche ins Fitnessstudio. Was es auch ist, das Du tust, Du hast wahrscheinlich keinen motivierenden Plan, entwickelst keine fokussierten Gewohnheiten. Und Du schaffst es, Dich langfristig so zu ändern, dass es Dich zufriedenstellt.

Wenn Dein Ziel im Nebel liegt, können Deine nächsten Schritte gar nicht klar sein. Herausforderungen ändern das.

  • Wenn Du einen Marathon laufen willst, trainierst Du, bis Du Deinen Körper und den Effekt des Trainings verstehst und in der Lage bist, den Marathon tatsächlich zu laufen.
  • Wenn Du 10 kg abnehmen möchtest, lässt Du Dir von Deinem Fitness Coach einen Ernährungsplan erstellen, der Dir Spaß macht und den Du verstehst. Du lernst, wie Du Dein Ziel erreichst und hältst.
  • Wenn Du Dein Gewicht beim Kreuzheben erhöhen möchtest, lernst Du die richtige Technik, und trainierst nach einem maßgeschneiderten Trainingsplan, mit dem Du Dein Ziel erreichen kannst. Und dann wirst Du so stark, dass Du die Herausforderung meisterst.

Es ist völlig in Ordnung und absolut normal, wenn Du anfangs zwar ein SMARTes Ziel hast, aber keinen blassen Schimmer, WIE Du dorthin kommst. Das WIE wirst Du erst dann mit 100-prozentiger Genauigkeit kennen, wenn Du Dein Ziel ERREICHT hast.

Wenn Du Dir Menschen suchst, die schon einen Schritt weiter sind, und die Dich auf Deinem Weg unterstützen können, dann kannst Du den Weg zu Deinem Ziel ganz sicher um einiges abkürzen – oder Du ziehst auf eigene Faust los und machst Deine eigenen Fehler und Erfahrungen – und lernst daraus.

Fitness = Faulheit?

Fitness ist Faulheit. Damit möchte ich nicht sagen, dass Du faul bist, wenn Du einfach drauflos trainierst. Wenn Du Dir „Fitness“ als Ziel setzt, dann bist Du im Ziele setzen faul. Es ist schön einfach, Du musst Dich nicht mit Deinen eigentlichen Wünschen auseinander setzen und jeder in Deiner Bekanntschaft wird es akzeptieren – Du eckst nicht an und Du kannst auch nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Schön bequem.

Niemand wird Dich dafür verantwortlich machen können, dass Du Dein Ziel nicht erreicht hast – woher auch? Das Ziel ist unspezifisch und nicht messbar.

Wenn wir voran kommen wollen, wollen wir uns entscheiden:

  • Wenn Du ein Sixpack willst, sag es!
  • Wenn Du einen Marathon in 2:59:59 laufen möchtest, sag es!
  • Wenn Du 150 kg kreuzheben möchtest, sag es!
  • Wenn Du 10 einarmige Liegestütze schaffen willst, sag es!
  • Wenn Du einen Körper wie das Covermodel auf der letzten Men’s/Women’s Health haben möchtest, sag es!

Und dann los, tu etwas dafür! Mach den ersten Schritt! Hol Dir einen Fitness Coach, lies Bücher oder such Dir Sportfreunde, die weiter sind als Du und Dir als Mentor zur Seite stehen.

Wenn Du nicht über Deine Ziele sprichst, sie nicht niederschreibst – zum Beispiel als Kommentar unter diesen Artikel – oder malst, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht weiter kommen.

Trau Dich, sag, was Du wirklich willst!

Das gilt für Deine Fitness. Und fürs Leben.

Wenn Du Dir richtige Ziele setzen willst, werde Dranbleiber!

Trag Dich ein, werde Dranbleiber (es ist kostenlos!) und lerne:

Klare Ziele setzen, die Dich jeden Tag aufs Neue begeistern.
Wie Du schlechte Gewohnheiten dauerhaft durch gute ersetzt,
Körperfett reduzierst und langfristig schlank bleibst,
Mit oder ohne Studio fit wirst.

Ziele setzen

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Wenn Du Teil einer Gemeinschaft von Dranbleibern sein willst, die etwas dafür TUN, um ihre Ziele zu erreichen und andere dazu anhalten, das Gleiche zu tun, mach mit.

Wenn Du herausfinden möchtest, wozu Dein Geist und Dein Körper in der Lage sind, und wenn Du lieber heute die Initiative ergreifst als von morgen zu träumen, mach mit.

Ziele setzen und erreichen im Sport: Warum es egal ist, wie oft Du trainierst.

Ziele im Sport setzen und erreichen - be SMARTIst Dir schon einmal aufgefallen, dass die Fitnessstudios im Januar proppevoll sind? Ein bis zwei Monate später wieder gähnende Leere, obwohl meistens Jahresverträge abgeschlossen werden. Die guten Vorsätze für das neue Jahr. “Endlich mehr Sport”, “endlich fit sein”. Warum halten es so wenige durch?

Warum treibst Du Sport?

Wenn Dir das „Warum“ nicht klar ist, ist das “Was” und das “Wie” absolut egal.

Wenn wir Sportler uns nicht aufraffen können, haben wir oft kein klares Ziel. Mehr Sport machen, um zu … ja was eigentlich? Fit sein … wofür? Kein Wunder, dass ich mich nicht aufraffen kann, wenn ich nicht genau weiß, wozu.

Wenn wir keine klaren Ziele haben, dann treiben wir umher wie ein Ruderer ohne Ruder. Dann ist es völlig unerheblich, was wir tun. 1x, 2x, 3 Training die Woche – oder es auch bleiben lassen. Dann ist alles okay, dann ist alles richtig, dann ist alles – egal.

Nur wenn uns klar ist, wo genau wir hinwollen, sind wir auch erfolgreich. Warum? Wenn Du Dir Dein Ziel klar definierst, dann formst Du ein Bild in Deinem Kopf. Es ist wie die Vorfreude auf Deinen Traum. Und diese Vorfreude wird umso größer, je klarer Du Dein Ziel vor Augen hast.

Was bedeutet nun “Ziel”? Kann “ich will fitter sein” mein Ziel sein? Kann “ich will schlanker sein” mein Ziel sein? Kann “ich will durchtrainierter sein” mein Ziel sein? Nein, es kann nicht. Das ist so, als würdest Du sagen, “ich möchte Urlaub dort machen, wo es wärmer ist als hier.” Okay, setz Dich ins Auto und fahr 10 km in den Süden. Dort ist es aktuell 1 Grad wärmer als hier. Ziel erreicht?

Eigentlich ist es ja ganz einfach…und die Wissenschaft hat ja für uns vorgearbeitet.

Was ist (m)ein Ziel? Das sagt die Wissenschaft.

Und wie definiere ich mir ein klares sportliches Ziel? Ich merke mir das mit einem Wort: SMART. Das kommt aus dem Projektmanagement und lässt sich perfekt auf Fitness, Kraft- und Ausdauersport übertragen. Mein Ziel soll SMART sein:

  • S – Spezifisch – Ziele müssen eindeutig definiert sein (nicht vage, sondern so präzise wie möglich).
  • M – Messbar – Ziele müssen messbar sein (Messbarkeitskriterien).
  • A – Akzeptiert – Ziele müssen von den Empfängern akzeptiert werden/sein (auch: angemessen, attraktiv, ausführbar oder anspruchsvoll)
  • R – Realistisch – Ziele müssen möglich sein.
  • T – Terminierbar – zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe, bis wann das Ziel erreicht sein muss.

(Quelle: Wikipedia.de)

Wie definiere ich ein SMARTes Ziel?

Lass uns das Pferd von hinten aufzäumen: Sagen wir, mein Ziel ist “Ich möchte einen Marathon laufen”. 

Schritt 1: Ist mein Ziel spezifisch?

Die Marathonstrecke ist definiert, das ist ein guter Anfang. “Möchte ich den Marathon alleine für mich laufen auf meiner Hausstrecke oder nehme ich an einem Wettkampf teil?” – “Ist doch klar,” sagst Du, “ich möchte den New York Marathon laufen.”

“Aha. Und möchtest Du nur mitlaufen oder auch ins Ziel kommen?” – “Was für eine Frage, natürlich möchte ich ins Ziel kommen.”

“Na prima – DAS Ziel ist spezifisch.”

Ergebnis: Ich möchte den New York Marathon mitlaufen und es ins Ziel schaffen.

Schritt 2: Ist mein Ziel messbar?

Immerhin haben wir den Zeitpunkt schon klar. “Möchtest Du denn nur durchlaufen oder hast Du eine klare Zeitvorstellung?” – “Also unter 5 Stunden sollten es schon sein”, sagst Du. Und damit ist das Ziel eindeutig messbar. ErgebnisIch möchte den New York Marathon mitlaufen und es in unter 5 Stunden ins Ziel schaffen.

Schritt 3: Ist mein Ziel akzeptiert?

Hier darfst Du in Dich hinein hören und Dich fragen, ob Du dein inzwischen klar definiertest Ziel auch wirklich erreichen möchtest. Anders gesagt: bist Du bereit, zu tun was notwendig ist, um Dein Ziel zu erreichen? Bist Du bereit, die Hürden zu meistern? Nur wenn Du diese Frage aus ganzem Herzen “ja” beantwortest, akzeptierst Du es auch.

Wenn Du an dieser Stelle merkst, dass Du es eigentlich nicht willst, dann denk noch einmal über die ersten beiden Punkte nach. Tut es ein Halbmarathon auch? Geht es Dir um das Abenteuer – dann ist vielleicht ein Fallschirmsprung das richtige? You name it.

Schritt 4: Ist mein Ziel realistisch?

Also wenn Du jetzt feststellst, dass der New York Marathon übermorgen ist, Du noch keinen Flug gebucht hast und auch nur 1km am Stück lauifen kannst – dann wirst Du spätestens jetzt feststellen, dass es realistischere Ziele gibt.

Wie viel Zeit braucht die Vorbereitung auf einen Marathon? Hast Du diese Zeit noch? Wie oft musst Du trainieren, um Deine Zielzeit zu schaffen? Willst Du Dir diese Trainingszeit in Deinen Wochenplan einbauen? Was lässt Du dafür bleiben, um Dir den Freiraum zu nehmen?

Schritt 5: Ist mein Ziel terminiert?

“Du möchtest also den New York Marathon mitlaufen und es in unter 5 Stunden ins Ziel schaffen. Prima. Welchen New York Marathon möchtest Du denn laufen? 2012, 2013, 2014…?” – “Na, dieses Jahr, 2012.”

So könnte Dein SMARTes Ziel aussehen:

Ich möchte den New York Marathon 2012 mitlaufen und es in unter 5 Stunden ins Ziel schaffen.

Ergebnis

Auf einmal ist es nicht mehr egal, wieviel Du trainierst…

Letztlich ist es egal, ob Du 5 oder 10 km oder einen Marathon laufen möchtest. Ob Du 100 Liegestütze am Stück schaffen möchtest. Ob Du 5 kg Körperfett verlieren oder 5 km Muskeln aufbauen möchtest. Die Voraussetzung ist immer die gleiche.

Nur wenn Du genau weißt, wo Du hinwillst, bis wann Du dort hinwillst und ob das wirklich realistisch ist, wird dieser Sog entstehen, der Dich wie von alleine in Richtung Deines Zieles zieht.

In Meinen Augen ist genau das Motivation: klare sportliche Ziele. Disziplin brauchst Du dann nicht mehr, denn in Deinem Kopf ist es kristallklar, wohin Du willst und was dafür zu tun ist.

Mein Ziel im finalen Motivations-Check

Ja und wenn ich ein Ziel habe und mich dennoch nicht aufraffen kann? Dann scheint es mich nicht sonderlich zu motivieren. Das kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht ist es gar nicht mein eigenes Ziel, vielleicht ist es ein Wunsch, den mir meine Partnerin, mein Partner, Freund oder Freundin oder vielleicht auch mein Chef in den Kopf gesetzt hat?

Fakt ist: Ziele können uns nur dann wirklich motivieren, wenn sie aus UNS heraus kommen, und da sind wir wieder bei der Frage, ob das Ziel akzeptiert ist. Falls nein, springe zurück zu Schritt 3.

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